Das Erbe von Nizäa im Spiegel der Gegenwart
Das Thema der dritten Tagung des Arbeitskreises lautete „Das Erbe von Nizäa in der heutigen Orthodoxie – theologische, kanonische und praktische Herausforderungen“. Sie fand vom 01.–02.06.2025 an der LMU München als internationale Tagung statt. Sie wurde vom Arbeitskreis orthodoxer Theologinnen und Theologen im deutschsprachigen Raum in Kooperation mit der Ausbildungseinrichtung für Orthodoxe Theologie der LMU München und der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD) organisiert. Auf der Tagung wurde neben dem Nizäa-Jubiläum auch das 40jährige Bestehen Orthodoxer Theologie an der LMU München gefeiert. Am 1. Juni wurde die Göttliche Liturgie zum Fest der Heiligen Väter von Nizäa gefeiert. Die Tagung wurde musikalisch eröffnet durch den Byzantinischen Kantorenchor des Griechischen Musikvereins München e.V. Grußworte sprachen Metropolit Dr. h.c. mult. Augoustinos (OBKD), Prof. Dr. Konstantin Nikolakopoulos (Ausbildungseinrichtung für Orthodoxe Theologie) und Prof. Dr. Georgiana Huian (Arbeitskreis).
In fünf Panels wurden historisch-theologische Fragen, dogmatische Perspektiven, kanonische Herausforderungen sowie kirchliche Implikationen rund um das Konzil von Nizäa auf ihren heutigen Forschungsstand geprüft und analysiert. Ebenfalls inhaltlich vertieft wurden liturgische, ikonographische und religionspädagogische Bedeutungen. Im Fokus stand die gegenwärtige Relevanz des vielfältigen Erbes des Konzils von Nizäa. Besondere Perspektiven mit Einbezug von Experten aus der Ökumene wurden in den zwei Podiumsdiskussionen – zum Osterdatum und zur Synodalität – beleuchtet. Die Aktualisierung des Erbes des Konzils mit Blick auf die orthodoxe Kirche in Diaspora-Kontexten sowie auf die Verbindung zwischen Kirche und akademischer Theologie hat der Tagung ein besonderes Profil verliehen. Die Ikone des Konzils von Nizäa, die anlässlich des Nizäa-Jubiläums im Auftrag der OBKD angefertigt wurde und sich im Jubiläumsjahr auf Pilgerreise befindet, begleitete auch die gesamte Tagung – eine erlesene Verbindung von Liturgie, Wissenschaft und Festakt.